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| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 48,90 € |
46,01 € |
+2,90 € |
+6,29 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006231004 |
623100 |
- € |
- € |
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Infineon Gewinne scheibchenweise 16.12.2002
BoersenMan.de
Bei Infineon (WKN 623100) entscheiden zehn Zentimeter über die zukünftigen Erfolgsaussichten, so die Experten von "BoersenMan.de".
Um in dem hart umkämpften Chip-Markt bestehen zu können, müsse die frühere Siemens-Tochter die Herstellungskosten ihrer Halbleiter deutlich senken. Dabei bediene man sich eines Tricks, der ein bisschen an die Wursttheke des Metzgermeisters erinnere. Am Anfang der Prozessorfertigung würden von einem zylinderförmigen Siliziumblock hauchdünne Scheiben abgeschnitten. Diese Siliziumblöcke hätten derzeit standardmäßig einen Durchmesser von 200 Millimetern.
Im Dresdner Infineon-Werk verwende man jedoch 300 Millimeter dicke Siliziumwürste. Ergebnis: pro Scheibe bekomme man etwa 50 Prozent mehr Chips, was unterm Strich eine 30 Prozent günstigere Produktion ermögliche. Da derzeit der gesamte Halbleitermarkt endlich wieder etwas freundlicher in die Zukunft blicke, erhoffe man sich auch bei Infineon weiter ansteigende Umsätze und Gewinne und das auch noch deutlich stärker und schneller als bei der Konkurrenz. Schon die letzten Monate seien erfreulich gut verlaufen, so Konzernchef Ulrich Schumacher.
Auf einem anderen Gebiet sehe sich Schumacher gegenüber seinen Konkurrenten jedoch im Nachteil: Bei den Steuern. Die seien in Deutschland viel zu hoch. Bei der Suche nach weiteren Einsparmöglichkeiten prüfe Infineon daher auch die Konsequenzen einer Verlegung des Unternehmensstandorts ins Ausland. Anleger ließen sich jedoch weniger von solchen semipolitischen Drohgebärden beeindrucken, sondern eher von den vorgelegten Unternehmenszahlen. Die Infineon-Aktie steige um über vier Prozent und nähere sich wieder der acht Euro-Marke.
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